Noch voller Begeisterung von ihren Erlebnissen kommt Lea Yamac ins Gütersloher Büro des CDU-Bundestagsabgeordneten Ralph Brinkhaus.

Ein Jahr lang hatte sie in einer amerikanischen Gastfamilie gelebt und die dortige High School besucht – gefördert durch das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP), das Jugendaustauschprogramm des Deutschen Bundestages und des Amerikanischen Kongresses. Die Bewerberinnen und Bewerber für das PPP durchlaufen zunächst das Auswahlverfahren einer Austauschorganisation. Die endgültige Auswahl wird dann durch eine Abgeordnete oder einen Abgeordneten des Bundestages getroffen. „Das ist immer sehr schwierig“ verrät Ralph Brinkhaus: „Alle Bewerberinnen und Bewerber, die sich vorstellen, sind sehr qualifiziert und motiviert.“

Im vergangenen Jahr hatte Lea Yamac das Glück, das Stipendium zu bekommen. Und sie hat ihre Entscheidung für das Auslandsjahr nicht bereut. Untergebracht bei einer sympathischen Gastfamilie, deren Tochter schon einmal ein Austauschjahr in Deutschland verbracht hatte, lebte sie sich schnell in der Kleinstadt South Riding im US-Bundesstaat Virginia ein.

In der Schule wählt sie Fächer, die sie in Deutschland nicht hätte belegen können – zum Beispiel US-amerikanische Geschichte und Politik, Psychologie und Theater. Aber Mathe darf natürlich auch nicht fehlen – schließlich möchte die 16-jährige das Schuljahr in Deutschland nicht wiederholen, sondern nach ihrer Rückkehr direkt in die 11. Klasse des Verler Gymnasiums wechseln. Als Ausgleich schließt sich Lea dem Track-Team der Schule an, einer Art Laufgruppe. Das Training ist hart – es wird auch bei Schnee und Eis draußen trainiert. Begeistert erzählt Lea, wie sie einmal morgens ganz früh, vor Schulbeginn, Schnee geschippt haben, um nachmittags trainieren zu können. Die Mädchen nehmen das gerne in Kauf, denn der Zusammenhalt in der Gruppe, der Teamgeist, ist toll. Das ist auch das, was Lea an ihrem Austauschjahr fast am besten gefallen hat: Der Zusammenhalt an der Schule, der so genannte school spirit. Sie hat gelernt, wie wichtig es ist, sich ein eigenes Bild zu machen und sich nicht durch Vorurteile leiten zu lassen. Aber natürlich braucht man in so einem Austauschjahr vor allem eines: Anpassungsfähigkeit.

Ralph Brinkhaus ist begeistert von der lebhaften Erzählung: „Ich freue mich jedes Mal wenn ich sehr, was für eine Bereicherung des Austauschjahr für die jungen Menschen war.“