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Mit Pfarrer Gök von der syrisch-orthodoxen St. Maria-Gemeinde in Gütersloh im verlassenen Kloster Mor Augin im Tur Abdin.

Leider leben nicht in allen Ländern dieser Welt Angehörige unterschiedlicher Religionen so friedlich miteinander wie in Deutschland. Aber auch dort, wo es keine akuten Spannungen gibt, werden Angehörige von Minderheitsreligionen oft im Alltag benachteiligt.

Für mich ist Religionsfreiheit ein ausgesprochen hohes Gut! Niemand sollte bei der Ausübung seiner Religion beeinträchtigt werden, und niemand sollte andere Beeinträchtigungen in Kauf nehmen müssen, weil er einer bestimmten Religion angehört.

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Mit dem Erzbischof von Bhubaneshwar (Hauptstadt des Unionsstaates Orissa, Indien), Rev. Raphael Cheenath.

 

 

Als Christ habe ich es mir deshalb zum Ziel gesetzt, mich vor allem für die Achtung der Rechte von christlichen Minderheiten weltweit einzusetzen. Ich bin deshalb Mitglied des Stephanus-Kreises der CDU/CSU-Bundestagsfraktion geworden, dessen wichtigstes Anliegen die Religionsfreiheit, insbesondere aber die Situation verfolgter Christen ist. Es werden unter anderem Gespräche mit Betroffenen und mit Experten organisiert, um die Fraktion für diese Thematik zu sensibilisieren. Die Verfolgung religiöser Minderheiten wird aber auch in Gesprächen mit Regierungsvertretern und Kirchenführern vor Ort thematisiert, die im Rahmen von Delegationsreisen stattfinden. Der Stephanuskreis hat sich in den vergangenen Jahren schwerpunktmäßig mit der Situation der religiösen Minderheiten in Syrien, Ägypten, Indien und in der Türkei befasst.

 

AKTUELLES

Im Mai 2010 habe ich mit einer Delegation die Region Tur Abdin im Südosten der Türkei besucht – eine Region, in der früher eine große Zahl syrisch-orthodoxer Christen lebte. Heute leben deutlich mehr syrisch-orthodoxe Christen in Deutschland (ca. 70.000) – ja sogar im Kreis Gütersloh (ca. 7.000) – als in der kleinen Region des Tur Abdin (ca. 2.000). Doch seit einigen Jahren gibt es Bestrebungen, die syrisch-orthodoxen Kirchen und Klöster im Tur Abdin zu restaurieren. Einige Dörfer werden erneut mit Leben gefüllt. Es war mir wichtig, mich vor Ort über die Situation der Christen in der Region zu informieren.

Lesen Sie hier den Bericht über die Delegationsreise in den Tur Abdin.