Die SPD hat vorgeschlagen, Manager-Vergütungen gesetzlich zu deckeln. Diesbezüglich weist der Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ralph Brinkhaus darauf hin, dass die Auszahlung von Boni im Bankenbereich bereits in der letzten Legislaturperiode durch Gesetzesinitiativen begrenzt worden ist. Darüber hinaus sehe er derzeit keinen weiteren Handlungsbedarf.

„Wir müssen nicht immer alles bis ins kleinste Detail reglementieren. Neben den rein rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es auch moralische Abwägungen, die Unternehmen bei ihren Entscheidungen mit beachten sollten“, äußert sich der Gütersloher Bundestagsabgeordnete. Hier seien vor allen Dingen die Aufsichtsräte der Unternehmen gefragt, die im Übrigen auch mit Arbeitnehmervertretern besetzt seien, so Brinkhaus weiter.

In diesem Zusammenhang verweist er zudem auf eine andere Baustelle, über die man sich viel dringender Gedanken machen müsse. „Worüber wir reden müssen, sind die zivilrechtlichen und strafrechtlichen Haftungsregeln für angestellte Manager“, wenn diese schwerwiegende Fehler begingen.