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Brinkhaus: Stärkung der dualen Berufsausbildung ist ein Zukunftsthema für Deutschland

Um ein Zukunftsthema ging es aus Sicht des Gütersloher Bundestagsabgeordneten Ralph Brinkhaus in dieser Woche im Deutschen Bundestag bei der Vorstellung des Berufsbildungsberichts 2017. Dieser jährliche Bericht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) liefere eine gute Datenbasis dafür, welche Trends sich in der betrieblichen Ausbildung in Deutschland abzeichnen. „Ich verfolge das mit großem Interesse“, so Brinkhaus, „denn für mich ist die qualitativ hochwertige betriebliche Ausbildung, die wir in Deutschland haben, ein ganz wesentlicher Grund für die geringe Jugendarbeitslosigkeit ebenso wie für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen.“

Das Modell der betrieblichen Ausbildung stärke aber darüber hinaus auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt, denn in der dualen Ausbildung übernehmen Unternehmen Verantwortung für die Ausbildung junger Menschen, diese sind dort integriert, werden angeleitet von älteren Kollegen und lernen die Arbeitswelt in der Praxis kennen. Den Trend zur Akademisierung betrachte er daher mit einer gewissen Sorge, so Brinkhaus. So ist dem Berufsbildungsbericht u.a. zu entnehmen, dass die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger schon seit 2013 über der Zahl der Anfängerinnen und Anfänger in der dualen Berufsausbildung liegt. Brinkhaus verweist auf das hohe Ansehen des deutschen Systems im Ausland. Es gelte, die Attraktivität und den Stellenwert der dualen Berufsausbildung für die Zukunft zu sichern, die Qualität zu erhalten und an die neuen Herausforderungen – beispielsweise bedingt durch die Digitalisierung – anzupassen.

Das Thema Stärkung der dualen Berufsausbildung sei ein wichtiges Thema auch für den Kreis Gütersloh, vor allem im sich verschärfenden Wettbewerb um junge Nachwuchskräfte, Stichwort Fachkräftemangel. Nicht zuletzt bei der Integration von Geflüchteten könne die duale Berufsausbildung aber eine große Rolle spielen. Er begrüße es daher sehr, dass auch der Kreis Gütersloh im Rahmen des Programms „Kein Abschluss ohne Anschluss“ das Ziel verfolgt, die duale Ausbildung zu stärken.