Foto: Tobias Koch

Am 29.03.2017 hat die Regierung des Vereinigten Königreichs nach Art. 50 EUV den Europäischen Rat offiziell über seinen Austrittswunsch in Kenntnis gesetzt.

Natürlich wussten wir alle seit der Entscheidung des Referendums im letzten Jahr, dass dieser Tag kommen würde, aber der formale Antrag macht doch noch mal einen Unterschied. Fest steht, das war ein schlechter Tag für die Europäische Union, aber auch für Deutschland. Schließlich wird uns mit dem Austritt des Vereinigten Königreichs ein wertvoller Partner am Brüsseler Verhandlungstisch fehlen und auch ein wichtiger Freund und Verbündeter in vielen anderen Fragen.

Wir müssen aber jetzt nach vorne schauen und die Herausforderungen, die der bevorstehende Scheidungsprozess mit sich bringen wird, annehmen. Für die bevorstehenden Verhandlungen dürfen nicht Zorn und Wut Ratgeber sein, sondern gegenseitiger Respekt und ein faires Umgehen mit einander. Fest steht aber auch, die Europäische Union wird mit einer Stimme sprechen und für das Vereinigte Königreich kann und wird es keine „Rosinenpickerei“ geben. Die anstehenden Verhandlungen müssen fair und gerecht für beide Seiten verlaufen. Die Lehren, die wir aus dem Brexit ziehen, sind auch für uns zukunftsweisend und können die Europäische Union stärker machen.

Meine Rede im Plenum sehen Sie hier